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Gegenwärtiges Kuttenberger Museum ist Fortsetzer eines der ältesten Museumsvereine in Böhmen, des Archäologischen Vereins Wocel, der im Jahre 1877 gegründet wurde. Der Verein entstand mit der Sendung, sich um historisch und künstlerisch wertvolle Dokumente und Denkmäler der Kuttenberger Region zu kümmern. In den ersten Jahren seiner Existenz konzentrierte er sich auf die Rettung und puristische Herrichtungen dominanter Gebäude der Stadt (der St. Barbarasdom, das Steinerne Haus). Seine Initiative widmete er auch der reichen Publikations-, Vortrags- und Forschungstätigkeit. Die systematische Sammlungstätigkeit des Vereins Wocel bildete dann Grundlagen zu einer der umfangreichsten Museumssammlungen in Böhmen.
Eigene Ausstellungsräume gewann der Verein erst im Jahre 1902 im Steinernen Haus. Nächstes bedeutende Museumsgebäude, das gotische Kastell (Hrádek), wurde für Museum im Jahre 1938 gewonnen. Die Jahren nach dem Krieg brachten rechtliche Umstellungen und der Museumsverein wurde ins neu errichtete Stadtmuseum eingereiht. In der 2. Hälfte der 50. Jahre wurde die Exposition im Steinernen Haus neu installiert. Die Rekonstruktion des Kastells (Hrádek) wurde in Angriff genommen, in dem neue Bergbauexpositionen ausgebaut wurden. Weiter dann wurde das Tyldenkmal und für eine bestimmte Zeit auch die Jeneweingalerie im Welscher Hof zugeteilt.
Im Jahre 1959 ging das Museum unter die Verwaltung des Kreisnationalausschusses über und wurde ein Methodikzentrum für Museen im Mittelböhmischen Kreis, vor allem auf dem Gebiet der mittelalterlichen Geschichte, Geologie und Bergbautechnik. Die Hauptzielrichtung der Sammlungs- und Expositionstätigkeit blieb Geschichte von Kuttenberg, der Bergstadt mit dem Sitz des zentralen Königsmünzhauses. Weiter widmete sich das Museum immer der Geschichte der mittelalterlichen Bergbautechnik, Geologie, Mineralogie und Numismatik. Es war durch die historische Rolle Kuttenbergs in der Geschichte des Böhmischen Staats gegeben.
Seit dem Jahre 2003 trägt das Museum den offiziellen Namen Böhmisches Museum des Silbers und ist durch das Kreisamt des Kreises Mittelböhmen errichtet. Es bewahrt viele Sammlungsfonds, v. a. Sammlungen von Numismatik, Geologie und Bergbautechnologie (mit zahlreichen Unikatexponaten aus dem Gebiet des Bergbauwesens, Münzwesens und der Metallurgie), weiter dann die umfassenden Archäologie-, Kunst-, Handwerks-, Bildend- und Ethnographiesammlungen.